Durch das Damhirschgehege nahe Kvilda führt ein Lehrpfad, und es gibt hier erhöhte Beobachtungsstände. Außerhalb des Geheges können Sie sich mit den Spuren von Hirschen, Wildschweinen und einigen lokalen Bäumen und Pflanzen vertraut machen.
Eine der Aufgaben der Nationalparks ist es, unter anderem, der breiten Öffentlichkeit die hier lebende und dauerhaft vorkommende Fauna zu zeigen. Dies gelang im Besucherzentrum Kvilda, das allen naturliebenden Besuchern des Böhmerwaldes das Leben des Rothirsches näher bringt, der ein integraler Bestandteil der Böhmerwald-Natur und Träger des informellen Titels "König des Waldes" ist.
Die Hirsche können auf Kvilda von drei speziellen Türmen aus beobachtet werden, die auf einem mehr als zwei Kilometer langen Lehrpfad stehen. Im neun Hektar großen Gehege gibt es derzeit etwa zwölf Stück Rotwild. Das Warten darauf erfordert jedoch von den Interessierten erhebliche Geduld und vor allem ein ruhiges Verhalten. Es kann passieren, dass man den Weg entlanggeht und das Rotwild nicht sieht, da die Tiere ihre eigenen Biorhythmen haben und nicht domestiziert sind. In diesem Fall kann man sich das bereits erwähnte Zentrum ansehen, das Aufnahmen aus dem Damhirschgehege bietet. Der gesamte Rundweg ist barrierefrei und verfügt über Bänke, die für Ruhe und Besinnung in der Natur geeignet sind.
Den Rundweg finden Sie unweit der Hauptstraße Nr. 169, die von Kvilda nach Horská Kvilda führt, etwa einen Kilometer vor dem Aussichtspunkt Jezerní slať (noch etwa 800 m vor der Abzweigung nach Vimperk). Durch den Rundweg führt das blaue Wanderzeichen von Nová Huť nach Kvilda. Ein Teil des Lehrpfades ist auch das Gehege für den Eurasischen Luchs.
Der neue Turm, der seit Februar 2020 zugänglich ist, ist sieben Meter hoch und wird den Besuchern ganzjährig zur Verfügung stehen. Touristen können ihn auch während der Hirschbrunft nutzen, wenn das Beobachtungszentrum geschlossen ist.