Bučina (Buchwald) ist eine untergegangene, höchstgelegene Siedlung in Böhmen. Sie lag in einer Höhe von 1162 m ü. NN an der Straße zwischen Kvilda und dem deutschen Finsterau. Ihren Namen erhielt sie durch die Übersetzung des deutschen Namens Buchwald, die Buche - Buk, der Wald - Les. Bučina wurde als Holzfällersiedlung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gegründet. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1790, als Bučina 13 Siedler hatte. Im Jahr 1890 erreichte Bučina ihre höchste Einwohnerzahl - 466. In der Gemeinde entstand allmählich eine Volksschule, eine Sparkasse, ein Zollamt, eine Finanzwache, Hotels und ein Gasthaus. Im Jahr 1937 wurde hier eine tschechische Schule gegründet. Im Jahr 1939 lebten hier 320 Einwohner, davon 29 Tschechen. Durch die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Siedlung unter. Im Jahr 1956 wurde Bučina zerstört. Es blieb nur die ehemalige Hütte U Pešlů, die Ende der 30er Jahre vom Touristenklub erbaut wurde, und die Kapelle St. Michael. Im Jahr 2003 wurde die ursprüngliche Hütte U Pešlů, von der nur noch eine Ruine übrig geblieben war, abgerissen und an ihrer Stelle ein nahezu identisches Hotel errichtet.
Bučina wird Sie nicht nur mit seinem Ausblick überraschen, wenn Sie bei klarem Wetter die Alpen sehen können. Im Jahr 2008 wurde hier eine Signalmauer errichtet, als Erinnerung daran, wie der tatsächliche Eiserne Vorhang an der tschechoslowakischen Westgrenze aussah.
Wir empfehlen, den Spaziergang auf einem Rundweg zurück nach Kvilda über die Quellen der Moldau zu verlängern. Nach dem Spaziergang reservieren Sie bitte eine Sauna. Schreiben Sie uns an info@sumavainn.cz.